Gelbkörperschwäche bei Kinderwunsch: Symptome, Ursachen, Behandlung

Illustration des weiblichen Zyklus

Eine der häufigsten Ursachen für einen unerfüllten Kinderwunsch ist die Gelbkörperschwäche. Frauen ab 35 sind besonders stark betroffen. Was genau eine Gelbkörperschwäche ist, wie Du sie erkennst und wie sie behandelt werden kann, erfährst Du hier. 

Und eins verraten wir vorab: Es ist trotz Gelbkörperschwäche gut möglich schwanger zu werden – es braucht manchmal nur etwas mehr Hilfe! 

Vom Follikel zum Gelbkörper

Was ist ein Gelbkörper?

Der Gelbkörper bildet sich nach Deinem Eisprung aus dem geplatzten Eibläschen, dem Follikel. In der zweiten Zyklushälfte produziert dieser Gelbkörper Östrogen und vor allem Progesteron. Das Progesteron wird daher auch Gelbkörperhormon genannt.

Warum ist das Gelbkörperhormon so wichtig für die Schwangerschaft?

Progesteron ist ein wichtiges Schwangerschaftshormon – bestimmt hast Du schon davon gehört! Progesteron sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut dicker wird. Nur so kann sich eine befruchtete Eizelle einnisten. 

Nach der Einnistung produziert der Gelbkörper etwa drei Monate lang Progesteron, damit die Schwangerschaft erhalten bleibt. Nach dem dritten Schwangerschaftsmonat übernimmt die Plazenta die Progesteronproduktion.

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Was ist eine Gelbkörperschwäche?

Die Gelbkörperschwäche ist eine Funktionsstörung der Eierstöcke. Der Gelbkörper produziert nicht genug Progesteron. Dadurch kann sich Deine Gebärmutterschleimhaut nicht richtig aufbauen. Bei einer Gelbkörperschwäche kann sich die befruchtete Eizelle deshalb gar nicht – oder nicht richtig – einnisten. 

Für Frauen mit Gelbkörperschwäche ist es deshalb schwieriger, schwanger zu werden. Entweder es klappt gar nicht oder sie erleiden in den ersten Schwangerschaftswochen eine Fehlgeburt

Bei 5 – 10 % der Paare mit unerfülltem Kinderwunsch ist eine Gelbkörperschwäche die Ursache.

Der Gelbkörper wird medizinisch Corpus Luteus genannt, deswegen spricht man bei der Gelbkörperschwäche auch von einer Lutealinsuffizienz.

Kann ich trotz Gelbkörperschwäche schwanger werden?

Das Wichtigste schon einmal vorweg:

Die Diagnose „Gelbkörperschwäche“ ist keine Dauerdiagnose. 

Wenn Du eine Gelbkörperschwäche hast, kannst Du trotzdem immer wieder auch „normale“ Zyklen haben. In einem normalen Zyklus hast Du Deinen Eisprung und Dein Gelbkörper produziert genug Progesteron für eine Schwangerschaft. Du kannst also durchaus trotz Gelbkörperschwäche schwanger werden.

Je nach Ursache lässt sich die Gelbkörperschwäche außerdem meist gut behandeln.

Woran erkenne ich eine Gelbkörperschwäche?

Oft wird eine Gelbkörperschwäche erst dann erkannt, wenn es mit dem Kinderwunsch nicht klappt. Wenn Du also Probleme hast schwanger zu werden oder schon einmal ein Kind in den ersten Schwangerschaftswochen verloren hast, kann dies ein Hinweis auf Gelbkörperschwäche sein. 

Weitere Symptome sind:

  • Eine verkürzte zweite Zyklushälfte: Normalerweise ist die zweite Zyklushälfte nach dem Eisprung zwischen 11 und 15 Tage lang. Bei einer Gelbkörperschwäche ist sie verkürzt und beträgt nur maximal 10 Tage. Wenn Du regelmäßig Deine Basaltemperatur misst, weißt Du, dass Deine Körpertemperatur nach dem Eisprung ansteigt. Dafür sorgt das Progesteron. Bleibt Deine Temperatur nur 10 Tage lang erhöht, kann dies auf eine Gelbkörperschwäche hinweisen.
  • Unregelmäßigkeiten bei Deiner Menstruation: Lange und/oder starke Regelblutungen können die Folge einer Gelbkörperschwäche sein. Bildet der Gelbkörper zu wenig Progesteron, kann es außerdem zu Schmier- bzw. Zwischenblutungen kommen.
  • Zysten oder Myome: Diese gutartigen Wucherungen in der Gebärmutter sind auf eine Östrogendominanz zurückzuführen. Östrogen und Progesteron sind im Ungleichgewicht und es herrscht ein Mangel an Progesteron.
  • Starke PMS-Symptome: Zu den Symptomen des prämenstruellen Syndroms zählen Reizbarkeit, Schwindel und Schlafstörungen. Auch depressive Verstimmungen und Kopfschmerzen können vermehrt auftreten.
  • Hautprobleme: Ein Progesteronmangel kann sich auch durch Akne äußern.
  • Verlust der Libido: Keine Lust? Der Grund kann ein hormonelles Ungleichgewicht sein.

Wenn Du diese Symptome bei Dir feststellst und es mit der Schwangerschaft nicht klappen will, empfiehlt sich in jedem Fall ein Gang zum Frauenarzt. Dein Gynäkologe wird in der zweiten Zyklushälfte Blut- und Speicheltests durchführen, um den Progesteronspiegel zu messen. 

Du kannst die Diagnose unterstützen, indem Du Deinen Zyklus genau beobachtest und täglich Deine Körpertemperatur festhältst. Gelber Ausfluss hat nichts mit dem Gelbkörperhormon zu tun. Er ist kein Anzeichen für eine Schwangerschaft, spricht aber auch nicht dagegen.

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Was sind die Ursachen für eine Gelbkörperschwäche?

Es gibt mehrere Ursachen für eine Gelbkörperschwäche. 

Vorübergehend kann es nach dem Absetzen der Pille zu einer Gelbkörperschwäche kommen. Dein Hormonhaushalt muss sich nämlich erst wieder normalisieren. Das kann einige Wochen bis Monate dauern. Die Gelbkörperschwäche verschwindet aber in der Regel nach maximal sechs Monaten ohne Behandlung wieder.

Neben der Anti-Baby-Pille sind dies die häufigsten Ursachen für eine Gelbkörperschwäche:

  • das polyzystische Ovarialsyndrom (PCO-Syndrom)
  • Endometriose
  • fehlerhafte Reifung der Eibläschen durch geschädigte Eierstöcke, z. B. nach einer Infektion
  • Ovarialinsuffizienz; also die ausbleibende Reifung von Eibläschen (Follikeln) im Eierstock
  • Nebennierenschwäche
  • Funktionsstörung der Schilddrüse
  • Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse
  • Diabetes
  • Genetische Ursachen
  • Bestimmte Medikamente
  • Nährstoffmangel
  • Beginn der Wechseljahre

Wie wird die Gelbkörperschwäche behandelt?

Grundsätzlich kann eine Gelbkörperschwäche meist gut behandelt werden. Dein Arzt wird erst einmal genauere Untersuchungen durchführen. Erst wenn die Ursache für Deine Gelbkörperschwäche feststeht, kann über die Behandlungsmethode entschieden werden. 

Eine Hormontherapie kann helfen Deinen Progesteronspiegel anzuheben und den Mangel auszugleichen. Um Deine Hormonproduktion anzukurbeln bzw. auszugleichen, werden häufig die Präparate Clomifen, Utrogest oder Duphaston verschrieben. 

Clomifen wird eingesetzt, wenn kein oder kein regelmäßiger Eisprung stattfindet (z. B. bei PCOS). Es regt die Reifung der Follikel (Eibläschen) an. Aus einem guten Follikel entwickelt sich meist auch ein gesunder Gelbkörper.  

Bei einer Progesteronbehandlung wird überwiegend natürliches Progesteron verabreicht. Der weibliche Körper behandelt dieses nämlich wie ein körpereigenes Hormon. Naturidentisches Progesteron wird aus dem Pflanzenstoff Diosgenin hergestellt. Dieser wird aus der Yamswurzel gewonnen. 

Wichtig bei einer Progesteronbehandlung ist, dass die Hormone nach dem Eisprung gegeben werden. Hier hilft es, Deinen Zyklus und den Zeitpunkt des Eisprungs genau zu kennen. So erhöhst Du Deine Chancen auf eine schnelle Schwangerschaft.  

Quellen

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