Zervixschleim & Fruchtbarkeit — Jetzt richtig deuten

Grafische Darstellung Zervixschleim und Furchtbarkeit

Du möchtest wissen, was Dein Zervixschleim über Deine Fruchtbarkeit aussagt? Wir erklären Dir, wie sich Dein Zervixschleim über den Zyklus hinweg verändert. Unsere Abbildungen helfen Dir außerdem dabei, Deinen Zervixschleim richtig zu deuten und Deine fruchtbaren Tage zu ermitteln.

Was ist Zervixschleim?

Der Zervixschleim ist ein Produkt von Drüsen im Gebärmutterhals (lat. „Zervix”). Deshalb ist er auch unter dem Begriff Gebärmutterhalsschleim geläufig. Zervixschleim wird von diesen Drüsen über Deinen gesamten Zyklus hinweg produziert. Im Alltag fällt er Dir am wahrscheinlichsten in Deiner Unterwäsche oder nach dem Toilettengang auf dem Toilettenpapier auf. 

Die Form des Zervixschleims hängt von der Phase Deines Zyklus ab. Mal ist er dickflüssig und beinah klumpig, mal eher dünner und klarer. 

Wie kann Zervixschleim dabei helfen schwanger zu werden? 

Wenn Du Dir aktuell ein Kind wünschst, kann Dir die Konsistenz Deines Zervixschleim wichtige Hinweise auf Deine fruchtbaren Tage liefern und Dich bei der Familienplanung unterstützen.

Die Beobachtung des Schleims kann Dir auch bei der natürlichen Verhütung behilflich sein. In Verbindung mit der Beobachtung der Basaltemperatur kannst Du so auf hormonfreie Weise zuverlässig verhüten. Das nennt man NFP-Methode.

Bereits ab Kinderwunsch auf ausreichend Vitamine achten!

Bei all dem Beobachten Deiner fruchtbaren Tage solltest Du nicht vergessen frühzeitig mit der Einnahme Deiner Kinderwunschvitamine zu starten. Insbesondere Folsäure ist bereits ab dem Kinderwunsch wichtig und mit 800 μg ausreichend in BabyFORTE® Kinderwunsch enthalten.

Unsere Grafiken zeigen Dir, wie Zervixschleim an fruchtbaren und unfruchtbaren Tagen aussieht.

Finger zeigen Zervixschleimkonsistenz vor der Ovulation

Zervixschleim an fruchtbaren Tagen

Finger zeigen Zervixschleimkonsistenz nach der Periode

Zervixschleim an unfruchtbarten Tagen

Was ist die Aufgabe von Zervixschleim?

Der Zervixschleim ist aus gutem Grund Teil Deines Körpers: Er sorgt für die Gesundheit Deiner Vagina.

  • Die meiste Zeit über schützt er Dich in seiner dickflüssigen, undurchlässigen Form vor Infektionen und wehrt Spermien ab.
  • In Deiner fruchtbaren Zyklusphase hilft der Schleim in spinnbarer Form dann aber Spermien dabei, zur Gebärmutter zu gelangen. 

Warum verändert sich die Konsistenz des Zervixschleims vor dem Eisprung?

Zervixschleim verändert sich vor dem Eisprung (Ovulation) durch den Anstieg Deines Östrogenspiegels und wird elastischer. Nun kann Sperma durchdringen und in die Gebärmutter zu den Eileitern gelangen.

Wie verändert sich der Zervixschleim im Zyklus?

Je näher Du dem Zeitpunkt Deines Eisprungs kommst, desto mehr Zervixschleim produzieren die Drüsen. Dabei verändert sich die Konsistenz von einem eher cremigen über klumpigen bis hin zu glasklarem, spinnbarem Schleim. 

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Zervixschleim nach Periode

Nach der Periode ist der Zervixschleim kaum vorhanden. Dein Körper produziert nur wenig Schleim, sodass sich die Scheide eher trocken oder höchstens leicht feucht anfühlt. Im Verlauf des Zyklus wird das Sekret gelblich, milchig und klumpig, manchmal ist es aber auch wie unsichtbar.

Finger zeigen, dass kein Zervixchleim vorhanden ist

Nach der Periode ist der Zervixschleim kaum vorhanden. Dein Körper produziert nur wenig Schleim, sodass sich die Scheide oft trocken oder nur leicht feucht anfühlt.

Finger zeigen Zervixschleimkonsistenz nach der Periode

Im Verlauf des Zyklus wird das Sekret gelblich, milchig und klumpig, manchmal ist es aber auch wie unsichtbar.

In dieser Phase haben Spermien keine Chance, in die Gebärmutter vorzudringen — der Zervixschleim verschließt den Muttermund und das Scheidenmilieu ist zu säuerlich für das Sperma.

Zervixschleim vor Eisprung

Kurz vor dem Eisprung wirst Du vermutlich bemerken, dass sich die Vagina feuchter anfühlt und Du vermehrt Schleim bei Deinen Kontrollen findest. 

Für eine Schwangerschaft ist der Zervixschleim vor und nach dem Eisprung am interessantesten: Er wird dünnflüssiger, durchsichtig und lässt sich zwischen den Fingern dehnen, viele bezeichnen ihn nun als spinnbar. Die Konsistenz erinnert an rohes Eiweiß. Dieser Zustand des Zervixschleim ist also ein guter Indikator dafür, dass Du nun ideal schwanger werden könntest.

Zervixschleim nach dem Eisprung

Nach den fruchtbaren Tagen nimmt die Qualität des Zervixschleims wieder ab. Er wird undurchsichtig, zäh und ist nicht mehr spinnbar. Meist ist er wieder gelblich oder weißlich. Bei einigen Frauen verschwindet er auch vollständig. 

Was ist, wenn ich keinen Zervixschleim habe?

Wenn Du keinen Zervixschleim findest, kann das zwei Ursachen haben. Zum einen kann es sein, dass Dein Zervixschleim nicht bis zum Scheideneingang hinunterwandert, sondern am Muttermund zurückbleibt oder Du produzierst wenig Zervixschleim, sodass Du keinen findest. Beides ist kein Grund zur Sorge, denn entscheidend ist wie viel sich innerhalb Deines Gebärmutterhalses befindet.

Übrigens die Qualität Deines Zervixschleims bestimmt Dein Frauenarzt über einen Postkoitaltest. Solltest Du tatsächlich zu wenig Zervixschleim haben, könnte dies eine Schwangerschaft erschweren. 

Zervixschleim vs. Ausfluss

Fälschlicherweise wird Zervixschleim häufig als „Ausfluss” bezeichnet. Doch das ist nicht ganz korrekt. 

Als Ausfluss bezeichnet man tatsächlich nur die Sekrete, die durch eine Infektion der Scheide entstehen. Zervixschleim ist zwar auch eine Art Ausfluss der Frau, ist aber dazu da, die Scheidenflora gesund zu halten.

Wenn Du also täglichen Ausfluss beobachtest, wird dies im Normalfall Dein Zervixschleim sein. Spürst Du aber ein Jucken oder Brennen in Verbindung mit dem Ausfluss, könnte dies ein Hinweis auf eine Geschlechtskrankheit oder Infektion sein. In diesem Fall solltest Du einen Arzt aufsuchen.

Wie überprüfe ich den Zervixschleim? 

Man kann auf verschiedene Arten den Zervixschleim beobachten. Grundsätzlich wertest Du Deinen Zervixschleim über das Aussehen und das Gefühl des Sekrets aus. Dafür musst Du übrigens nicht Deinen Finger tief in Deine Scheide stecken — es reicht normalerweise, wenn Du den Schleim am Scheideneingang überprüfst. 

So überprüfst Du Deinen Zervixschleim richtig

  1. Nimm etwas Schleim zwischen dem Zeigefinger und Mittelfinger auf und betrachte die Konsistenz genau. Hilfreich dabei sind auch unsere Grafiken, die Dir die verschiedenen Formen von Zervixschleim verbildlichen. 
  2. Reibe zusätzlich einmal die beiden Finger aneinander und überlege, wie es sich anfühlt. 
  3. Fühle auch in Dich hinein: Spürst Du ein feuchtes oder eher trockenes Gefühl am Scheideneingang? 

Zervixschleim richtig beobachten

Jede Frau ist unterschiedlich — so auch beim Thema Zervixschleim. Finde deshalb für Dich persönlich heraus, wie und in welchen Abständen Du Deinen Zervixschleim kontrollieren möchtest. Um aber möglichst genaue Aussagen treffen zu können, solltest Du folgendes beachten:

  • mehrmals täglich den Zervixschleim überprüfen und
  • am besten immer zur gleichen Zeit sowie
  • vor dem Toilettengang, denn Urin könnte den Schleim etwas verändern

Zervixschleimqualität verbessern

Die meisten Frauen dürften keinen Qualitätsmangel bei ihrem Zervixschleim erleben. Findest Du aber bei Dir gar keinen Schleim vor, könntest Du versuchen, Deine Zervixschleimqualität zu verbessern, um die Chance schwanger zu werden zu erhöhen.

So verbesserst Du Deine Zervixschleimqualität

  • Weil Zervixschleim zum größten Teil aus Wasser besteht, solltest Du sicher gehen, dass Du genügend Wasser oder auch Kräutertee trinkst. Das verbessert die Konsistenz des Schleims. 
  • Vermeide am besten Koffein und alkoholhaltige Getränke. Auch ohne Bezug auf den Zervixschleim sind diese Getränke eher schlecht für Deine Gesundheit, da sie dem Körper Wasser entziehen. 

Noch mehr Informationen zum schwanger werden? Hier geht es zum Artikel >>12 unschlagbare Tipps zum schnell schwanger werden.

Quellen

Deutscher Ärzteverlag GmbH. (2018). Schwedische Behörde bestätigt Pearl-Index einer Verhütungs-App. Abgerufen am 17.02.2021, von https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/98938/Schwedische-Behoerde-bestaetigt-Pearl-Index-einer-Verhuetungs-App

Rebar, R. (2019). Probleme mit dem Gebärmutterhalsschleim. Abgerufen am 17.02.2021, von https://www.msdmanuals.com/de/heim/gesundheitsprobleme-von-frauen/unfruchtbarkeit/probleme-mit-dem-geb%C3%A4rmutterhalsschleim

Berufsverband der Frauenärzte e.V. (2018). Fruchtbare Tage selbst bestimmen: Methoden. Abgerufen am 17.02.2021, von https://www.frauenaerzte-im-netz.de/familienplanung-verhuetung/natuerliche-familienplanung/fruchtbare-tage-selbst-bestimmen-methoden/

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