ICSI und Kinderwunsch: Ablauf, Kosten und Chancen

ICSI Künstliche Befruchtung

Die ICSI gilt als eine verlässliche Methode der künstlichen Befruchtung, wenn Paare einen Kinderwunsch haben. Die Behandlung kann sich als besonders sinnvoll erweisen, wenn die Fruchtbarkeit des Mannes nicht mehr in vollem Umfang gegeben ist. In diesem Artikel erfährst Du unter anderem, wie die ICSI abläuft und welche Chancen und Risiken sie mit sich bringt.

Was ist ICSI? 

ICSI ist die Abkürzung für intracytoplasmatische Spermieninjenktion und findet als Methode am häufigsten Anwendung bei der künstlichen Befruchtung. Der Vorgang findet außerhalb des Körpers statt, denn eine zuvor entnommene Samenzelle des Partners oder eines Spenders wird direkt in die weibliche Eizelle eingespritzt.

Du kannst schon vor der ICSI damit beginnen, passende Kinderwunschvitamine zu nehmen, die wertvolle Mikronährstoffe speziell für Deinen Wunsch nach einem Baby enthalten.

Starte schon vor Deiner ICSI mit passenden Kinderwunschvitaminen!

BabyFORTE® Kinderwunsch für Fruchtbarkeit* und Hormonhaushalt* enthält Folsäure, Jod, Vitamin B6 und viele weitere wertvolle Mikronährstoffe speziell für Deinen Wunsch nach einem Baby. Übrigens: Die Produkte sind so konzipiert, dass Du sie auch während einer Kinderwunschbehandlung einnehmen kannst.

Wie läuft eine ICSI-Behandlung ab? 

  • Bevor die ICSI beginnt, findet eine Downregulation statt. Das bedeutet, dass zwischen dem 18. und 23. Zyklustag wird eine Hormonspritze gesetzt, um die körpereigenen Hormone zu hemmen, die einen Eisprung auslösen. Zyklusregulierend wirkt im Vorfeld auch die Einnahme der Pille im Vorzyklus.
  • Bei der ICSI werden zunächst die Eierstöcke der Frau hormonell stimuliert. Die Stimulation wird über Hormonspritzen angeregt, die über mehrere Tage verabreicht werden. Dadurch soll bewirkt werden, dass möglichst mehrere Eizellen heranreifen.
  • Wenn genügend Eizellen zur Verfügung stehen, wird der Eisprung erneut durch eine Hormonspritze ausgelöst.
  • Nach ungefähr zwei Tagen findet die sogenannte Punktion in der Regel über die Scheide statt. Dabei wird unter leichter Narkose die Eizelle mit einer feinen Nadel aus dem Eierstock angesaugt. Am selben Tag wird der Partner gebeten eine Samenprobe im Labor abzugeben, andernfalls wird eine tiefgefrorene Samenspende aufbereitet.
  • Im Labor wird nun eine zuvor untersuchte Samenzelle des Partners oder Samenspenders in die Eizelle injiziert. Es findet dann eine Befruchtung durch Injektion statt. Die Samenzellen des Partners werden vorher intensiv auf ihre Vitalität untersucht, damit die ICSI später erfolgreich ist.
  • In einer speziellen Nährflüssigkeit kann dann mindestens ein Embryo heranreifen, der mit einem flexiblen Katheter wieder in die Gebärmutter eingesetzt wird. Dieser Eingriff ist in der Regel schmerzlos.
  • Ungefähr zwei Wochen nach dem Embryotransfer kann ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden, wobei mittels Blutuntersuchung der hCG-Wert bestimmt wird. Dieser Wert zeigt das Vorkommen von Schwangerschaftshormonen und damit die gelungene Schwangerschaft an oder deutet darauf hin, dass die Behandlung erneut durchgeführt werden muss. Nicht selten muss eine ICSI mehrmals durchgeführt werden und im Schnitt werden ca. 3 Versuche empfohlen.

Wie lange dauert eine ICSI-Behandlung? 

Wie lange eine ICSI-Behandlung dauert lässt sich pauschal nicht beantworten, da die Dauer auch von der Zykluslänge abhängig ist. Die Reifung der Eizellen benötigt in der Regel 10 – 14 Tage.

Die Eizellen werden zwei Tage nach dem Abschluss der Reifung entnommen. Etwa 2 – 5 Tage nach Entnahme der Eizellen werden die Embryonen wieder in die Gebärmutter gesetzt. Du kannst dann nach 14 Tagen einen Schwangerschaftstest machen.

Für wen kommt eine ICSI in Frage? 

Eine ICSI eignet sich besonders für Paare, bei denen Kinderwunschbehandlungen mittels Samenübertragung bisher erfolglos blieben oder auch für Frauen mit Eileiterverschluss.

Auch Paare, bei denen die Fruchtbarkeit des Mannes eingeschränkt ist, weil beispielsweise zu wenige und in ihrer Beweglichkeit eingeschränkte Spermien produziert werden, können von einer ICSI profitieren.

Für eine normale Spermienproduktion und Männer mit Kinderwunsch kann MascuPro® Fertilität einen wichtigen Beitrag leisten.

Kinderwunsch ist auch Männersache!

MascuPRO® Fertilität für den Mann mit Kinderwunsch enthält viele wichtige Mikronährstoffe wie u. a. Selen für eine normale Spermienproduktion und Zink für die normale Fruchtbarkeit. Zudem wird die kraftvolle Formel durch die Aminosäuren L-Carnitin und L-Arginin sowie Coenzym Q10 ergänzt.

Erfahrungsbericht von Kim 

ICSI Erfahrungsbericht von Kim

Kim ist 39 Jahre alt und liebt den Kraftsport. Auf Instagram (aboutkimi_) beschäftigt sie sich mit einem gesunden Lebensstil und hat exklusiv für uns Fragen zu ihrer Kinderwunschbehandlung beantwortet. Bereits seit 4 Jahren haben Kim und ihr Partner einen unerfüllten Kinderwunsch. Auf natürlichem Weg hat es nicht geklappt, sodass sie sich vor ca. einem Jahr dazu entschieden haben eine Kinderwunschklinik aufzusuchen, um der Ursache auf den Grund zu gehen.

1. Aus welchem Grund hast Du Dich für die ICSI entschieden?

Die ICSI ist die einzige Fertilitätsbehandlung, die uns das Wunschkind ermöglichen konnte. Die DNA-Fragmentierung bei meinem Mann liegt bei über 50 % und alle anderen Optionen sind leider nicht machbar für uns bzw. versprechen null Erfolge.

2. Hattest Du vor der ICSI auch andere Methoden der künstlichen Befruchtung versucht?

Nein, hatte ich nicht.

3. Hast Du schon vorher etwas für Deine normale Fruchtbarkeit getan?

Tägliche Einnahme von Folsäure sowie Thyronajod, da ich an einer Schilddrüsenunterfunktion leide. Ansonsten ernähre ich mich schon jahrelang sehr bewusst und treibe 4 – 5 Mal die Woche Kraftsport. Zusätzlich habe ich noch BabyFORTE® Kinderwunsch ohne Jod genommen und mein Partner MascuPRO® Fertilität.

4. Hattest Du Nebenwirkungen von der ICSI-Behandlung?

Bis auf leichte Gewichtsschwankungen hatte ich keine Nebenwirkungen.

5. Welche Untersuchungen musstest Du vor der ICSI machen?

Bestimmung der Reserve der Eierstöcke, Untersuchung der Gebärmutter – im Prinzip alle gängigen Diagnostik Verfahren.

Wie viel kostet eine ICSI?

Eine ICSI ist aufwendiger als z. B. eine In-Vitro-Fertilisation, da die Spermien im Labor intensiv mit einem Mikroskop vor der Injektion in die Eizelle untersucht werden.

Für die Behandlung fallen als Selbstzahler Kosten zwischen 4500 und 5000 Euro an. Dazu kommen noch Kosten für Medikamente. Letztlich sind die endgültigen Kosten abhängig davon, wie viele Eizellen gewonnen werden können.

Viele Krankenkassen übernehmen ebenfalls einen Teil der Kosten für eine ICSI. Wir empfehlen Dir, Dich in diesem Fall von Deiner Krankenkasse über die Konditionen beraten zu lassen.

Wie erhöhe ich die Chance mit einer ICSI schwanger zu werden? 

Der Erfolg einer ICSI-Behandlung kann maßgeblich durch Deinen Lebensstil beeinflusst werden. Du kannst Deine Chancen schwanger zu werden mit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung sowie viel Bewegung im Alltag erhöhen.

Stress hat ebenfalls einen negativen Einfluss auf Deinen Körper – dasselbe gilt für Genussmittel, wie Alkohol und Zigaretten.

Falls Du und Dein Partner schon länger den Wunsch habt ein Kind zu bekommen, setzt Euch nicht unter Druck, denn der wirkt sich auch auf die Psyche aus und verursacht Stress.

Wusstest Du, dass Deine Schilddrüsen- und Sexualhormone eng miteinander verbunden sind und eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse Deine Fruchtbarkeit beeinflussen kann? Erfahre mehr in diesem Artikel

>> Schilddrüse und Kinderwunsch: Macht eine Fehlfunktion unfruchtbar?

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit mit einer ICSI Zwillinge zu bekommen? 

Die ICSI kann die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsgeburt erhöhen, da die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden bei der Entnahme mehrerer Eizellen größer ist. In ca. 5 – 15 % der Fälle gibt es eine Zwillingsgeburt. Etwas seltener mit 1 – 3 % sind Drillinge.

Die Wahrscheinlichkeit von Mehrlingsgeburten besteht generell, da sich Embryonen nach der Befruchtung noch teilen können.

Welche Erfolgsquote und Risiken hat eine ICSI? 

Die Chance schwanger zu werden liegt bei ICSI bei 30 – 45 %. Die Wahrscheinlichkeit, dass Eizellen befruchtet werden ist hoch, denn zuvor wurden die Spermien ausgiebig untersucht.

Dadurch erhöht sich die Möglichkeit schwanger zu werden, auch wenn die Fruchtbarkeit des Mannes beeinträchtigt ist. Außerdem können mehrere Behandlungszyklen durchgeführt werden.

Eine gelungene Schwangerschaft verläuft im Allgemeinen wie jede natürlich herbeigeführte Schwangerschaft auch.

Ein Risiko birgt die ICSI hinsichtlich des sogenannten ovariellen Hyperstimulationssyndroms. Dabei reagieren die Eierstöcke mit einer Überfunktion auf die hormonelle Stimulation der Spritze.

Es kann zu einer Flüssigkeitsansammlung im Bauch kommen, die Schmerzen verursacht. Es ist ratsam, wenn Du die regelmäßigen Untersuchungstermine genau einhältst und Deinen Arzt über eventuelle Auffälligkeiten informierst.

Bist Du vom PCO-Syndrom betroffen und möchtest wissen, wie es sich auf Deine Fruchtbarkeit auswirkt? Dann erfahre mehr in diesem Artikel >> PCO-Syndrom und Kinderwunsch: Schwanger werden mit PCOS.

Quellen

* Folat trägt zum Wachstum des mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft bei
* Zink trägt zu einer normalen Fruchtbarkeit und einer normalen Reproduktion bei
* Vitamin B6 trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei

Informationen zu den Inhaltsstoffen unserer Produkte

* Folat trägt zum Wachstum des mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft bei
* Zink trägt zu einer normalen Fruchtbarkeit und einer normalen Reproduktion bei
* Vitamin B6 trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei