▷ Endometriose & Kinderwunsch: Alles Wichtige im Überblick

Endometriose und Kinderwunsch

Grafische Darstellung einer Endometriose

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Oft unentdeckt, aber doch da: Die Endometriose. Sie ist nicht nur eine der häufigsten Unterleibserkrankung bei Frauen, sondern auch die Hauptursache für einen unerfüllten Kinderwunsch. Hier erfährst Du, wie die Erkrankung behandelt werden kann und wie eine Schwangerschaft dennoch möglich ist.

Was ist Endometriose? 

Bei Endometriose entstehen Zysten und Entzündungen an Eierstöcken, Eileitern, im Darm und am Bauchfell. Das Gewebe dieser Zysten ähnelt sehr der Gebärmutterschleimhaut, weshalb die Entzündungsherde mit dem weiblichen Zyklus wachsen und bluten können.

Endometriose wird auch als das “Chamäleon der Gynäkologie” genannt, da die Symptome sehr unterschiedlich ausfallen können: Während einige Frauen gar keine Symptome bemerken, leiden andere Frauen regelmäßig unter teilweise starken Schmerzen.

Fakten zu Endometriose 

In Deutschland tritt bei 10 % – 15 % aller Frauen im Verlauf des Lebens Endometriose auf. Dabei werden jährlich 40.000 Neuerkrankungen diagnostiziert. Endometriose bei etwa 40 % – 60 % der Frauen der Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch. 

Damit gehört Endometriose zu den zweithäufigsten gynäkologischen Erkrankungen (Myome sind am häufigsten vertreten). Besonders wenn sie unbehandelt bleibt, können Symptome bis in die Wechseljahre auftreten.

Schwanger werden trotz Endometriose

Bis heute ist sich die Wissenschaft noch unsicher, wieso Endometriose entsteht und wie sie sich genau auf den Kinderwunsch auswirkt.  

Es wird jedoch vermutet, dass diese Erkrankung für ein zu hohes Entzündungslevel im Körper sorgt und dabei die Chancen auf eine Schwangerschaft reduziert. Durch Endometriose wird der Weg des befruchteten Eies durch die Eileiter erschwert und kann das Wandern des Eies in die Gebärmutter behindern sowie das Ei selbst beschädigen. 

Auch kommt es darauf an, wo die Endometriose auftritt. Befällt die Erkrankung die Eileiter und die Eierstöcke, ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft stark eingeschränkt.

Anders sieht es bei Frauen aus, deren Entzündungsherde das Bauchfell beeinträchtigen: In diesem Fall gibt es keinen Nachweis darüber, dass eine Endometriose zum unerfüllten Kinderwunsch führt. 

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Wie wahrscheinlich ist es mit Endometriose schwanger zu werden? 

Bei Kinderwunsch und Endometriose raten viele Experten dazu, bereits nach sechs Monaten erfolgloser Versuche einen Arzt aufzusuchen – völlig unabhängig vom Alter. 

Dabei können unterschiedliche Behandlungsmethoden erfolgen, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen, wie beispielsweise eine Laparoskopie (diagnostische und therapeutische Bauchspiegelung) oder künstliche Befruchtung

Welche Option für Dich die richtige Wahl ist, kannst Du mit Deinem Arzt absprechen. Gemeinsam könnt Ihr dann die passende Behandlung wählen, die Deinen Wünschen und Bedürfnissen entspricht. 

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Erfahrungsbericht Endometriose: Nina erzählt

“Mit der Diagnose Endometriose brach für mich eine Welt zusammen.”
 
Nina leidet bereits seit vielen Jahren unter Endometriose. Trotz der Diagnose ist Sie Mama geworden und derzeit schwanger mit Ihrem 2. kleinen Wunder. 

Auf Instagram (ninas_familylife) berichtet Sie über Ihre Schwangerschaft, Ihre Familie und dem Leben mit Endometriose. Sie möchte anderen Frauen Mut machen und zeigen, dass es auch trotz der Erkrankung möglich ist, schwanger zu werden.

 
Erfahrungsbericht Kinderwunsch und Schwangerschaft mit Endometriose
Wie lange hast Du bereits Endometriose? 
Offiziell weiß ich seit 4 Jahren von der Diagnose Endometriose, vermutlich habe ich es deutlich länger, wurde aber nicht ernst genommen.
 
Wie wurde sie bei Dir diagnostiziert? 
Die Diagnose erfolgte bei einer Bauchspiegelung und war ein Zufallsbefund. Eigentlich sollte nur die Durchgängigkeit der Eileiter geprüft werden. Die OP war für 45 Minuten angesetzt und dauerte, wegen der Sanierung der Endo, über 3 Stunden. 

Nun wusste ich endlich wo die massiven Regelschmerzen, ständigen Bauchschmerzen und Verdauungsprobleme herkamen. Hatten mich doch die Ärzte zuvor immer abgestempelt, dass es ein nervöser Magen wäre. 

 
Wie ist es nach der Diagnose weitergegangen? 
Zuerst brach für mich eine Welt zusammen. Ich habe viel recherchiert. Ungefähr einen Monat nach der OP ging es wieder in die Kinderwunschklinik und dort wurde uns, aufgrund der Vielzahl der Diagnosen zur ICSI geraten, mit der wir im August starteten.
 
Kinderwunsch und Endometriose ist ein großes Thema, was hast Du unternommen und trotzdem schwanger zu werden? 
Da ich zusätzlich zur Endo auch PCO mit einer Insulinresistenz habe und das Spermiogramm meines Mannes auch nicht so toll ist entschieden wir uns recht schnell für eine ICSI (künstliche Befruchtung).
 
Wie hoch waren die Chancen auf natürlichem Wege schwanger zu werden? 
Die Chance natürlich schwanger zu werden lag bei unter 5 %.
 
Wie geht es Dir jetzt in der Schwangerschaft? Hast Du Beschwerden? 
Ich habe das Glück in der jetzigen Schwangerschaft und auch bei Louis keinerlei Beschwerden zu haben wegen der Endometriose.
 
Gibt es Tipps, die Du anderen Frauen mit auf den Weg geben möchtest?
Wenn Euch etwas komisch vorkommt und Ihr zum Beispiel starke Schmerzen während der Periode habt, verlangt weiterführende Untersuchungen. Solltet Ihr den Verdacht auf Endometriose haben und es kommt zur Bauchspiegelung, dann empfehle ich in ein zertifiziertes Endo-Zentrum zu gehen.

Ernährung bei Endometriose: Macht sie einen Unterschied?

Trotz dessen, dass viele Frauen durch Endometriose einen unerfüllten Kinderwunsch haben, gibt es heutzutage verschiedene Möglichkeiten, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen. 

Neben einem gesunden Gewicht und sportlichen Aktivitäten, kannst Du auch durch eine ausgewogene Ernährung bei Kinderwunsch dazu beitragen, mit Endometriose schwanger zu werden: Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und mageres Fleisch stehen auf dem Plan.

Endometriose kann also auch durch die richtigen Nahrungsmittel beeinflusst werden. Es gibt jedoch auch Nahrungsmittel, die Du mit Endometriose reduzieren kannst, wie:

  • Zuckerhaltige Getränke
  • Rotes Fleisch
  • Hartkäse
  • Salz
  • Süßigkeiten
  • Tierische Fette

Diese Lebensmittel sind generell bekannt dafür, Entzündungsherde noch weiter zu befeuern und tragen dazu bei, dass sich Dein Körper mehr anstrengen muss. Damit können die Symptome einer Endometriose also deutlich verstärkt werden. 

Wo kann ich mit Betroffenen in Kontakt kommen? 

In Deutschland allein tritt bei 10 %-15 % der Frauen zwischen Pubertät und den Wechseljahren eine Endometriose auf. Deshalb gibt es mittlerweile spezielle Endometriose-Zentren, die auf diese Krankheit spezialisiert sind und Dich beraten können. 

In speziellen Endometriosezentren gibt es einerseits Angebote für Behandlungen, bei Bedarf wird auch der Kontakt zu Selbsthilfegruppen vermittelt. 

Neben solchen Kliniken kann es auch hilfreich sein, sich mit anderen Betroffenen zu vernetzen. In sozialen Medien berichten viele Frauen mit Hashtags wie #endokämpferin von ihrer Krankheit und dem Umgang damit.

Behandlung von Endometriose 

Heutzutage gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, eine Endometriose zu behandeln. Dazu zählen beispielsweise Schmerzmittel, hormonelle Behandlungen und Operationen. 

Schmerzmittel aus der Gruppe der steroidalen Antirheumatika (NSAR) können dabei die Schmerzen (besonders Regelschmerzen) lindern. Meistens werden Schmerzmittel gut vertragen, können aber auch zu Übelkeit und Kopfschmerzen führen.

Im seltensten Fall, also bei extrem starken Schmerzen, können auch Opioide vom Arzt verschrieben werden. 

Hormonelle Behandlungen sorgen dafür, dass die körpereigene Hormonproduktion eingestellt wird. Damit wird der Eisprung und auch die Monatsblutung verhindert. Dabei können Hormone Entzündungsherde hemmen und damit Schmerzen lindern. 

Wenn jedoch ein Kinderwunsch besteht, ist eine hormonelle Behandlung eher nicht die richtige Therapieform für Dich, da sie wie ein Verhütungsmittel wirkt.

Operationen können die Wahrscheinlichkeit auf eine Schwangerschaft stark erhöhen. Dabei gibt es die Möglichkeit der relativ schonenden Bauchspiegelung (Laparoskopie) oder einem chirurgischen Eingriff. 

Bei der Bauchspiegelung können während der eigentlichen Untersuchung Entzündungsherde so vollständig wie möglich entfernt werden. 

Ein chirurgischer Eingriff (Laparotomie) kann bei leichter bis mittelschwerer Endometriose für schnelle Linderung sorgen, in dem auch hier Endometrioseherde und Zysten entfernt werden. 

Der chirurgische Eingriff selbst erfolgt unter Vollnarkose. Dabei wird mit einem Skalpell, Laser oder durch “elektrische Diathermie” ein regulärer Bauchschnitt durchgeführt. Je nach Eingriff kannst Du das Krankenhaus bereits am nächsten Tag verlassen.

Künstliche Befruchtung bei Endometriose

Doch manchmal hilft auch eine Operation nicht weiter, denn Endometriose kann sich immer wieder zurückbilden. Besonders dann, wenn Du bereits einige Operationen hinter Dir hast, die Endometriose aber immer wieder auftritt, raten Experten bei Kinderwunsch von einem weiteren Eingriff ab. 

Immerhin bildet sich durch solche Eingriffe immer auch Narbengewebe, welches das Einnisten eines Eies verhindern kann.

Viele Paare entscheiden sich deshalb für eine künstliche Befruchtung. Dabei solltet Ihr Euch in die Hände eines spezialisierten Endometriose- und Kinderwunschzentrums begeben. Hier haben Studien gezeigt, dass durch künstliche Befruchtung die Chancen auf eine Schwangerschaft bei Frauen mit Endometriose sehr gut sind!

Dort könnt Ihr gemeinsam die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, modernste Technologie und wertvolle Erfahrung in Anspruch nehmen, um die Chancen auf Euer Wunschkind zu erhöhen.

Endometriose in der Schwangerschaft

Viele Frauen berichten, dass sich die Symptome der Endometriose während einer Schwangerschaft nicht mehr so stark äußern, wie noch vor der Schwangerschaft. 

Das liegt vor allem daran, dass der Hormonhaushalt während der Schwangerschaft deutlich ausbalancierter ist, weniger Entzündungsherde gebildet werden und dadurch weniger Schmerzen auftreten. 

Doch meist ist diese Linderung der Symptome nur temporär: Laut einer Studie treten nach einer Schwangerschaft bei 37 % der Frauen erneut Symptome einer Endometriose auf. 84 % der Frauen spüren ca. 2 Jahre nach der Geburt wieder die gleichen Schmerzen, wie vor der Schwangerschaft.

In der Schwangerschaft selbst können durch Endometriose auch Komplikationen entstehen: Besonders die Gefahr einer Eileiterschwangerschaft ist gegeben. Aber auch Fehlgeburten, Blutungen oder Risse der Gebärmutter gehen oft mit Endometriose einher. 

Deshalb ist es umso wichtiger, engmaschige Untersuchungen durchführen und Deine Schwangerschaft durch Fachärzte begleiten zu lassen.

Kann Endometriose durch Schwangerschaft geheilt werden? 

Endometriose kann im Einzelfall durch eine Schwangerschaft vollständig geheilt werden. In vielen Fällen treten Symptome mit dem Ausbleiben der Periode nicht mehr auf, was sich insbesondere durch den erhöhten Progesteronspiegel in der Schwangerschaft erklären lässt. 

Sinkt der Progestronspiegel nach der Schwangerschaft und die Periode stellt sich wieder ein, kommen die Symptome oft zurück. 

Schwanger werden mit Adenomyose

Anders als bei Endometriose, wächst bei Adenomyose entzündliches Gewebe in das Muskelgewebe der Gebärmutter ein. Dadurch kann sich die Gebärmutter um das Doppelte und Dreifache vergrößern. 

Auch dieses Leiden führt – wie bei Endometriose – zu starken Schmerzen. Da bei Adenomyose das Gewebe in den Gebärmuttermuskel eindringt, ist ein operativer Eingriff ausgeschlossen. 

Hier können jedoch – nach Absprache mit dem Arzt – Hormontherapien mit Gestagenen oder nicht-steroidalen Antirheumatika durchgeführt werden. 

Laut Studien können rund 90 % Frauen mit Adenomyose keine Kinder auf natürlichem Wege  bekommen. Da hilft meist nur die Inanspruchnahme der künstlichen Befruchtung. 

Sollte eine Frau mit Adenomyose schwanger werden, können dabei einige Risiken auftreten: 

So steigt das Risiko für Fehlgeburten sowie eines vorzeitigen Blasensprungs im Vergleich zu gesunden Frauen. Die Wahrscheinlichkeit eines Kaiserschnitts beträgt bei Frauen mit Adenomyose knapp 60 % (vgl. 24 % bei gesunden Frauen). 

Lass Dich also am besten auch mit Adenomyose in regelmäßigen und engmaschigen Abständen fachärztlich untersuchen und begleiten. 

So wird Adenomyose diagnostiziert

Um eine Adenomyose diagnostizieren zu können, gibt es zwei verschiedene Methoden: Ultraschall/ MRT und Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung).

Bei einer Ultraschalluntersuchung kann der Arzt feststellen, ob bestimmte Strukturen auffindbar sind und auf eine Adenomyose hindeuten können. Bei komplizierten Fällen wird noch ein MRT-Scan hinzugezogen. 

Eine Hysteroskopie kann Hinweise auf eine ungleichmäßige Beschaffenheit und Defekte in der Gebärmutter geben. Dabei kann im gleichen Zug eine gezielte Biopsie durchgeführt werden, um das Gewebe histologisch untersuchen zu können.

Fazit: Schwanger werden und Endometriose ist möglich! 

Eine Endometriose bedeutet – entgegen vieler Annahmen – nicht automatisch, dass Euer Kinderwunsch unerfüllt bleiben muss. Dabei kann Endometriose durch unterschiedliche Methoden behandelt werden, um die Symptome zu lindern.

Besonders erfolgversprechend sind Schwangerschaften nach einer Endometriose-OP, da entzündliches Gewebe entfernt, der Körper weniger belastet und Deine Eier, Eierstöcke und Eileitern ihrer Arbeit nachgehen können. 

Sollten Operationen nicht weiterhelfen, können Du und Dein Partner immer noch auf die künstliche Befruchtung zurückgreifen. Auch wenn es etwas länger dauern könnte: Du kannst trotz Endometriose schwanger werden!

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