Das verrät die Basaltemperatur über Deine Fruchtbarkeit, mit Tipps für die optimale Messung

Basaltemperaturkurve mit Thermometer und schwangerer Frau

Um die Chance auf eine Schwangerschaft zu erhöhen, kann die Beobachtung der Basaltemperatur hilfreich sein. Wusstest Du schon, dass Du die Basaltemperatur am besten direkt nach dem Aufwachen messen solltest? Erfahre jetzt was sie Dir über Deine fruchtbaren Tage aussagt und wie Du ganz leicht Deine Basalkurve auswerten kannst.

1. Was ist die Basaltemperatur?

Als Basaltemperatur wird die Körpertemperatur nach dem Aufwachen bezeichnet. Während Du schläfst, fällt Deine Körpertemperatur und erreicht ein Temperaturminimum, das direkt nach dem Aufwachen noch zu gemessen werden kann. Aus diesem Grund ist die Basaltemperatur auch unter dem Begriff „Aufwachtemperatur” geläufig. Im Laufe des Tages erhöht sich die Temperatur wieder. Das geschieht schon innerhalb weniger Minuten nach dem Aufwachen.

2. Was ist die Basaltemperaturkurve? 

Eine Basaltemperaturkurve entsteht, wenn Du täglich Deine Temperaturwerte in ein Zyklus- oder Kurvenblatt einträgst und die einzelnen Punkte miteinander verbindest. Die Temperaturkurve hilft Dir also dabei, einen Überblick über die Veränderungen der Temperaturhöhe zu behalten. Anhand der festgehaltenen Werte lassen sich die fruchtbaren Tage leicht ermitteln. 

3. Was sagt die Basaltemperatur über die fruchtbaren Tage aus? 

Die Temperaturmethode (also das Messen der Basaltemperatur) gibt Dir wichtige Anhaltspunkte zu Deinen unfruchtbaren und fruchtbaren Tage im Zyklus. Wenn Du die Basaltemperatur über einen längeren Zeitraum kontinuierlich beobachtest, kannst Du Deine Fruchtbarkeit auf die Tage genau ermitteln. Die Temperaturhöhe sinkt und steigt immer wieder: An diesen Schwankungen kannst Du ablesen, wann die Chancen auf eine Schwangerschaft gut stehen. Somit kannst Du die Basaltemperatur als Unterstützung bei der Familienplanung verwenden.

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4. Ist die Basaltemperatur während des Eisprungs erhöht? 

Über den Zyklus der Frau hinweg verändert sich die Basaltemperatur: In der ersten Hälfte des Zyklus ist sie minimal niedriger als in der zweiten. Vor dem Eisprung steigt die Temperatur nicht an, sondern sinkt zuerst einmal etwa um -0,2° C. Doch sobald Dein Eisprung stattfindet, erhöht sich der Wert im Vergleich zur Normaltemperatur innerhalb der nächsten 48 Stunden wieder. Die Messwerte steigen dann um 0,2 bis 0,5° C an. Das wäre die geeignetste Zeitspanne um schwanger zu werden.

Wieso erhöht sich die Basaltemperatur nach dem Eisprung?

Der Anstieg der Temperatur hängt mit der Bildung des Hormons Progesteron (Gelbkörperhormon) zusammen. Im Körper wird dieses nach erfolgtem Eisprung produziert, damit die Gebärmutter auf eine potenzielle Schwangerschaft eingestellt wird.

5. Wie ist die Aufwachtemperatur vor der Periode?

Die Basaltemperatur verändert sich erneut, wenn die Eizelle nicht befruchtet wurde. Der Gelbkörpergehalt im Körper sinkt wieder und somit nimmt auch die Aufwachtemperatur vor der Menstruation ab. Verzeichnest Du also nach einem Anstieg der Temperatur wieder ein Herabsinken, so bist Du nicht schwanger geworden.

6. Verändert sich die Basaltemperatur in der Schwangerschaft?

Wie bereits erklärt, steigt die Basaltemperatur nach einem Eisprung bis zu 0,5° C an. Sollte die neu entwickelte Eizelle anschließend befruchtet worden sein, bleibt der Wert weiterhin erhöht. Wenn Du also einige Tage nach Deinem Eisprung immer noch eine erhöhte Basaltemperatur feststellst und Deine Periode während dieser Zeit auch nicht eingesetzt hat, ist das ein Anzeichen für eine Schwangerschaft! Eine über längere Zeit erhöhte Basaltemperatur deutet also auf eine Schwangerschaft hin.

7. Kann man die Basaltemperatur beeinflussen? 

Die Basaltemperatur kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden, sodass Werte schwanken und Du keine aussagekräftige Ergebnisse mehr erhältst. Mögliche Störfaktoren sind:

  • Stress,
  • Abendessen zu späten Zeiten,
  • Krankheiten,
  • zu kurzer oder unruhiger Schlaf,
  • ungewöhnlich spätes Einschlafen,
  • Schwitzen oder Frieren in der Nacht,
  • Party machen,
  • Drogenkonsum,
  • Alkohol in ungewohnter Menge,
  • Reisen und Ortswechsel,
  • Zeitumstellung.

Es bedeutet aber nicht, dass Du deswegen auf all die aufgezählten Sachen verzichten musst. Schließlich reagiert jeder Körper unterschiedlich auf Reizfaktoren. Du solltest aber nicht vergessen, diese Faktoren in Deinen Aufzeichnungen festzuhalten und eventuell die entsprechenden Temperaturen aus den Berechnungen herauszunehmen, um nichts im Gesamtergebnis zu verfälschen.

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8. Was ist ein Basalthermometer? 

Das Basalthermometer ist bei der Messung der Aufwachtemperatur ein erforderliches Hilfsmittel: Hiermit kannst Du die Basaltemperatur genau ermitteln. Der Unterschied zu einem normalen Fieberthermometer ist, dass das Basalthermometer Dir genauere Messwerte liefert und meistens digital ist. Die Ergebnisse eines Fieberthermometers können bis zu 1° C von der tatsächlichen Temperatur abweichen, während ein Basalthermometer normalerweise mit einer Genauigkeit von 0,05° C und somit auf 2 Nachkommastellen genau Deine Aufwachtemperatur bestimmt. 

Neben einem Basalthermometer gibt es noch sogenannte Zykluscomputer, die die Messung der Basaltemperatur übernehmen. Während Du bei einem Basalthermometer eigenständig eine Temperaturkurve anlegen musst, funktionieren die meisten Zykluscomputer in Kombination mit einer App, an die automatisch die gemessenen Werte übertragen werden. Unterschiede ergeben sich neben den Funktionen auch im Preis ― hier gibt es viele verschiedene Angebote auf dem Markt.

9. Wann sollte ich die Basaltemperatur messen?

Damit Du aussagekräftige Werte erhältst, musst Du Deine Basaltemperatur jeden Tag und zur selben Uhrzeit messen. Weil die Temperatur sofort steigt, sobald Du aufwachst und Dich aus dem Bett bewegst, solltest Du die Basaltemperatur direkt nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen messen. Binde immer den ersten Wert, den Du misst, in Deine Temperaturkurve ein, da bei einem zweiten Messen die Temperatur bereits gestiegen sein könnte und Dir so falsche Aussagen über Deine Fruchtbarkeit liefern könnte.

Ist es schlimm, wenn ich die Basaltemperatur etwas später gemessen habe, wie sonst?

Nicht unbedingt: Es gibt ein Toleranzfenster von etwa vier Stunden, in welchen Du morgens die Aufwachtemperatur ermitteln solltest. Bedenke aber: Je unterschiedlicher die Uhrzeiten sind, an denen Du Messungen vornimmst, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Aussagekraft dieser Werte sinkt.

10. Wo messe ich die Basaltemperatur am besten?

Auf drei Wegen kannst Du Deine Basaltemperatur erfassen: oral, rektal oder vaginal. Zwischen drei bis fünf Minuten bleibt das Thermometer am Messort. Unter dem Arm ist die Messung ungeeignet, da die Achseln zu ungenaue Ergebnisse liefern. Während die Messung über die Vagina oder den After bei richtiger Anwendung sehr zuverlässige Werte ermittelt, ist die orale Methode anfälliger für Wertschwankungen. Doch auch die orale Messung funktioniert bei vielen Frauen: Finde einfach heraus, welcher Messort für Dich am besten klappt. Du solltest jedoch sichergehen, dass Du den Ort nicht während des Zyklus wechselst.

11. Tipps zur Messung Deiner Basaltemperatur im Überblick

Mit unseren 5 Tipps kannst Du die Basaltemperatur zuverlässig messen!

  1. Miss immer zur selben Uhrzeit am Morgen noch vor dem Aufstehen Deine Basaltemperatur.
  2. Wähle zwischen der oralen, rektalen oder vaginalen Messung und behalte diese über den Zyklus hinweg bei.
  3. Führe die Messung über mehrere Zyklen hinweg. Erst nach einigen Durchläufen kannst Du zuverlässige Aussagen darüber erhalten, wann Deine fruchtbaren Tage im Zyklus eintreten.
  4. Achte auf genügend Schlaf: Um zuverlässige Werte zu bestimmen, brauchst Du jede Nacht mindestens vier Stunden Schlaf.
  5. Die Kombination aus dem Messen der Basaltemperatur und der Auswertung Deines Zervixschleims bietet Dir noch sicherere Hinweise auf die besten Tage, um schwanger zu werden. Was der Zervixschleim überhaupt ist und wie Du ihn richtig bestimmst, kannst Du in unserem Blogartikel über den Zervixschleim nachlesen.
Quellen