Welche Risiken kann ein Mangel an Folsäure in der Schwangerschaft zur Folge haben?
Ein Mangel an Folsäure während der Schwangerschaft erhöht das Risiko von erheblichen Schäden bei der Entwicklung des Kindes.
Vom 19. bis zum 28. Tag der Schwangerschaft entwickelt sich bei dem Embryo das „Neuralrohr“, aus dem der Rückenmarkskanal und das Gehirn entstehen. Es bildet gleichzeitig die Basis für das zentrale Nervensystem.
Ein zu geringer Folsäurespiegel der Mutter kann so genannte Neuralrohr-Defekte verursachen.
Beispiele sind Entwicklungsstörungen des Gehirns sowie Lippen-, Kiefer-, und Gaumenspalten oder ein offener Rücken (Spina bifida). Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft senkt Folsäure unter anderem das Risiko einer Frühgeburt. Durch eine Frühgebuhrt können beim Kind Folgeschäden, wie Lähmungen und Nierenerkrankungen, hervorgerufen werden. Um Schäden für Mutter und Kind zu verhindern, ist eine angemessene Versorgung mit Folsäure schon bei Kinderwunsch, spätestens vier Wochen vor einer Schwangerschaft zu empfehlen.